Johannes Brahms - Fünf Gesänge Op.104 - 5. Im Herbst


Ernst ist der Herbst.
Und wenn die Blätter fallen,
sinkt auch das Herz zu trübem Weh herab.
Still ist die Flur,
und nach dem Süden wallen
die Sänger, stumm, wie nach dem Grab.
Bleich ist der Tag,
und blasse Nebel schleiern
die Sonne wie die Herzen, ein.
Früh kommt die Nacht:
denn alle Kräfte feiern,
und tief verschlossen ruht das Sein.
Sanft wird der Mensch.
Er sieht die Sonne sinken,
er ahnt des Lebens wie des Jahres Schluß.
Feucht wird das Aug',
doch in der Träne Blinken,
entströmt des Herzens seligster Erguß.

[Klaus Groth]


Ernstig is de herfst.
En als de blaren vallen,
zakt ook het hart weg in droeve pijn.
Stil is het veld,
En naar het zuiden trekken
de zangers stil, als naar het graf.
Bleek is de dag,
en vale nevelen omsluieren
de zon net als de harten.
Vroeg komt de nacht
want alle krachten sparen,
en diep besloten rust het zijn.
Week wordt de mens.
Hij ziet de zon ondergaan,
hij vermoedt het eind van het jaar, als van het leven.
Vochtig wordt het oog,
maar in het blinken van de tranen
stroomt uit het hart de diepste ontboezeming.

[Rein de Vries]