Johannes Brahms - Drei Gesänge Op.42, II


Vineta

Aus des Meeres tiefem, tiefem Grunde
klingen Abendglocken, dumpf und matt.
Uns zu geben wunderbare Kunde
von der schönen, alten Wunderstadt.
In der Fluten Schoß hinabgesunken,
blieben unten ihre Trümmer stehn.
Ihre Zinnen lassen goldne Funken
widerscheinend auf dem Spiegel sehn.
Und der Schiffer, der den Zauberschimmer
einmal sah im hellen Abendrot,
nach der selben Stelle schifft er immer,
ob auch ringsumher die Klippe droht.
Aus des Herzens tiefem, tiefem Grunde
kling es mir wie Glocken, dumpf und matt.
Ach, sie geben wunderbare Kunde
von der Liebe, die geliebt es hat.
Eine schöne Welt ist da versunken,
ihre Trümmer blieben unten stehn,
lassen sich als goldne Himmelsfunken
oft im Spiegel meiner Träume sehn.
Und dan möcht ich tauchen in die Tiefen,
mich versenken in den Wunderschein,
und mir ist, als ob mich Engel riefen
in die alte Wunderstadt herein.

[Wilhelm Müller]


Vineta

Uit de diepste diepten van de zeeën
klinken avondklokken, dof en mat.
Hoor zij brengen wondere berichten
van een mooie, oude wonderstad.
In de schoot der baren afgezonken,
bleven onder slechts ruïnes staan.
Hun kantelen laten gouden vonken
blinkend op de waterspiegel staan.
En de zeeman, die de toverschitter
eenmaal zag in 't felle avondrood,
wendt de steven steeds weer naar het glitter
ook al dreigen klippen met de dood.
Uit de diepste diepten van mijn harte
klinkt het mij als klokken, dof en mat.
Ach, zij brengen wondere berichten
van de liefdes die 't heeft liefgehad.
'n Mooie wereld ligt daar diep verzonken,
onder bleven de ruïnes staan,
laten zich als gouden hemelsvonken
vaak weerspiegelen in dromenwaan.
'k zou wel willen duiken in de diepten,
mij verzinken in het wonderlicht.
En het is alsof mij eng'len riepen
naar de wonderstad die diep daar ligt.

[Rein de Vries]